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Kunst trifft Druck

Kunst trifft Druck in Ihrer kreativen Druckerei Druckherr.de in Teltow bei Berlin (Die Druckerei - Der Copyshop für Berlin & Brandenburg)


 

Die Druckerei Druckherr präsentiert Ihnen hier die „DRUCKHERR - Galerie 4C“.
Mit einer Dauerausstellung von Egon Wrobel und in den kommenden Monaten
mit wechselnden Ausstellungen von verschiedenen Künstlern aus der Region.
Egon Wrobel: Nach seiner Ausbildung zum Goldschmied von 1956 bis 1959 studierte Egon Wrobel an der Fachschule für angewandte Kunst in Heiligendamm in der Fachrichtung Schmuckgestaltung. ..


Sein Studium setzte er dann von 1962 bis 1967 in der Fachrichtung Keramik an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle, Burg Giebichenstein fort, wo zu seinen Lehrern der Metallbildner Karl Müller gehörte. 1967/68 arbeitete er zunächst als Forschungsmitarbeiter im Betonwerk Berlin-Grünau, seitdem freiberuflich als Schmuckgestalter und Keramiker. Er war Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR. Bekannt geworden ist Egon Wrobel unter anderem durch seine Serie Köpfe, an denen sich seine künstlerische Entwicklung von 1965 bis zur Gegenwart ablesen lässt. Anhand seiner expressiven Serie Vermummter erkennt man, wie sich Wrobel auch heute noch mit aktuellen Ideen und Strömungen auseinandersetzt. Mehrfach gestaltete er die Siegerpreiskeramiken für diverse Festivals und Wettbewerbe, so 2008 für das World fashion film festival und 2010 für den German fashion film award. Für die Clubschiffe AIDAvita und AIDAaura gestaltete er mehrere Keramikskulpturen. Er arbeitete bereits mit Modeschöpfern wie Wolfgang Joop und anderen zusammen. Er stattete die Shows mit seinen Werken aus und kreierte Schmuck, der auf den Laufstegen der Welt getragen wurde. Er stellte bereits in den USA (New York und Philadelphia), in Canada zur Olympiade in Calgary, in Venedig, Hamburg, Berlin und Potsdam aus. Egon Wrobel lebt und arbeitet in Stahnsdorf. Einige seiner Kunstwerke wurden bei uns digital aufwendig bearbeitet, im Digitaldruck repliziert und anschließend im Offsetdruck veredelt. Eine Kombination aus brillianten Farben und einem fühlbaren Effekt. Die Drucke haben unterschiedliche Formate von bis zu 1000 x 1000 mm und eine Stärke von 10mm. Die Materialstärke stellt für unsere Digitaldruckmaschinen dabei kein Problem dar (verschiedenes Plattenmaterial kann von uns in Stärken von bis zu 50mm randabfallend bedruckt werden). Einige seiner Werke können Sie hier bei uns in der Filiale direkt käuflich erwerben. Gerahmte und signierte Kunstdrucke in verschiedenen Formaten erhalten Sie bereits ab 39,- EUR. Sollten Sie Interesse an anderen Objekten haben, vereinbaren Sie bitte in der Filiale einen Termin mit dem Künstler oder dem Druckherr.



Vita - Egon Wrobel
 
1939 in Insterburg/Ostpreußen geboren
1956 – 1959 Goldschmiedelehre, Abschluss mit Meisterprüfung
1959 – 1962 Fachschule für Angewandte Kunst, Heiligendamm, Fachrichtung Schmuckgestaltung, Schmuckdesigner
1962 – 1967 Hochschule für Industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein, Halle, Dipl. Designer für Keramik
1967 – 1968 Mitarbeiter für Forschung und Entwicklung im Betonwerk Berlin-Grünau, architekturgebundene Fassadengestaltung
seit 1969 freischaffend in eigener Werkstatt in Stahnsdorf tätig
 
Homepage: www.egonwrobel.de
 
Künstlerisches Anliegen / Arbeitsbereiche
 
Gefäßobjekte - keramische Plastik
Keramikskulpturen - (Clubschiffe AIDA vita, AIDA aura, AIDA diva)
Keramikskulpturen - (Art Brandenburg) Künstlermesse, Potsdam 2007
Wandgestaltung mit Fayencefliesen - (casa floreale), Mailand 2007
Porzellanskulpturen - (world fashion film festival), Berlin 2008
Bildcollagen und Zeichnungen - (Commerzbank Potsdam) 2009
Keramikskulpturen - (Pfingstberg – Schloss Belvedere), Potsdam 2009
 
Gestaltung von Gold + Silberschmuck
Körperschmuck für Mode Collection Wolfgang Joop!
Schmuckpreis: Leipziger Messe
Schmuckpreis: Körperschmuck-Design, Berlin
 
Architekturbezogene Arbeiten
 
- in Potsdam, Berlin, Baabe/Rügen, Leipzig, Luckenwalde, Premnitz, Wittenberg, Minsk, Conakry (Afrika), Bukarest
 
Arbeiten in Museen
 
Kunstgewerbemuseum Schloss Köpenick, Berlin; Kunstgewerbe- Museum Schloss Pillnitz, Dresden; Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg;
Keramion Frechen; Hessisches Landesmuseum Kassel; Keramikmuseum Höhr-Grenzhausen
 
Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen (ab 1989)
 
1989 Wrobels Töne & Ton, Galerie am Staudenhof, Potsdam JOOP, Schmuckkollektion, Potsdam
1990 Funktion & Freiheit, Stadtgalerie, Kiel Galerie Cocon Geissel, Berlin
1991 Reflexionen und Kunstpflaster, Potsdam Galerie Art, Berlin Configura I, Erfurt Keramik aus der ehemaligen DDR, Tel Aviv (Israel)
1992 Zeitgeist, Keramion Frechen Gerhard-Marcks-Haus, Bremen Handwerksform, Ausstellungszentrum Hannover
1993 Wege – Kunst aus Ton, Magdeburg, Kloster unser Lieben Frauen Kunstlandschaften, Erfurt Stangen, Galerie Samtleben, Potsdam
Sommerschau, Grafik und Objekte, Orangerie Potsdam
1994 Marionetten – Masken; Galerie Talstraße, Halle Keramikkunst, Dießen/München 1. Landeskunstausstellung Brandenburg, Potsdam
1996 Materialobjekte, Lotto GmbH, Potsdam Keramik‘ 96, Keramikmuseum, Westerwald
1997 Kunst aus Ton, Galerie am Wasserturm, Berlin Parkideen, BUGA-Projekt 2001, Potsdam Grafik und Skulptur, Haus der Künste, Frankfurt/Oder
Wrobel-Models, Galerie Art, Berlin, Kurfürstendamm Unikater Schmuck, Galerie am Wasserturm Berlin
1998 Keramik des Landes Brandenburg, Keramion Frechen Ägyptische Fayence, Sonderausstellung Dießen/München Ägyptische Fayence, Kairo (Ägypten)
1999 "Blau" Villa Bosch, Radolfzell Türkis Azur – Ägyptisch Blau, Schloss Wilhelmshöhe, Kassel Augenlust - zeitgenössisches Kunsthandwerk in Deutschland, Erfurt
2000 5th Cairo International Biennale for Ceramics 2000, Kairo (Ägypten) 52nd International Ceramic Art, Faenza (Italien)
2001 Nil Blau Ägypten, Mohamed Mahmoud Khalih Museum Kairo und Alexandria
2003 Galerie Borssenanger + Galerie Waldenburg, "Dialog II"
2004 Keramik-Schmuck, Hetjens-Museum Düsseldorf
 
In den weiteren Jahren Ausstattungen von Galerien und Ausstellungsbeteiligungen in Venedig, Philadelphia, New York, Calgary ..
 
Seit 2019 befindet sich eine Dauerausstellung in der Galerie 4C der Druckerei Druckherr mit eigenem Showroom und unterschiedlichen Verkaufsobjekten von Egon Wrobel. Hier können Sie den Künstler bei ernsthaftem Interesse an einer seiner Arbeiten nach vorheriger Terminabsprache auch gern persönlich treffen.

Das Leben und Schaffen von Egon Wrobel
 
1939 in Ostpreußen geboren schloss Wrobel 1959 die Ausbildung zum Goldschmied mit der Meisterprüfung ab, absolvierte dann die Fachschule für Angewandte Kunst in Heiligendamm im Bereich Schmuckdesign und studierte von 1962 bis 1967 Keramik an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle Burg Giebichenstein.
Seit 1969 ist er mit eigener Werk- statt in Stahnsdorf als Keramiker freiberuflich tätig. In seinen plastischen Arbeiten und auch in seinen Zeichnungen beschäftigte sich Egon Wrobel immer wieder mit dem Thema Kopf. Daher beschränkt sich die Ausstellung in der Galerie am Wasserturm auf dieses Thema und zeigt Köpfe aus den Jahren 1965 bis zur Gegenwart in erstaunlicher Vielfalt. Der erste Kopf hat noch die strenge Formqualität der klassischen Moder- ne, geprägt durch den Lehrer Karl Müller an der Hochschule Burg Giebichenstein. Daneben gibt es Köpfe, die  ganz  abstrakt  aus  noch  ungebrannten Lochziegeln geformt sind, nur sparsam mit Engoben flächig bemalt. Eine Serie "Vermummter", frei modelliert aus Schamotte-Ton ist expressiv angelegt, eine Art Zeitgeist atmend. Andere Köpfe wiederum gehen mit ihrer Form und Bemalung eher in das karikaturhafte, stark von der Mimik geprägt. Im Jahre 2003 fand Wrobel einen aus Holz gearbeiteten Perückenkopf vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Diese Form faszinierte ihn, er goss sie ab und schuf nun seriell gleiche Köpfe, aber unterschiedlich glasiert, mit Engoben bemalt oder ergänzt mit Stücken früher entstandener Flechtschalen. Das Thema »Kopf« eine geeignete Möglichkeit, einen Leitfaden durch das Werk aus fünf Jahrzehnten aufzuzeigen. Wrobels farbige Zeichnungen unterstützen diesen Ein- druck: sie sind einerseits zart, feinfühlig, zum anderen stark farbig und betont expressiv. Im Rahmen mehrerer Workshops der Gesamthochschule Kassel experimentierte Egon Wrobel mit der so genannten ägyptischen Fayence, einer im Brand sich selbst glasierenden Quarzkeramik, wie sie in Ägypten vor der Zeitrechnung praktiziert wurde. Es gelang, diese Technik, von der Bespiele auch in der Ausstellung zu sehen sind, zu rekonstruieren.
 
Die Geschichte mit den Köpfen begann so: ich war vor langer Zeit zu einem Besuch in Zwickau in dem schönen mittelalterlichen Renaissance-Theater, wo mein Nichtchen Susann Perücken in der Maske knüpfte. Dort entdeckte ich wunderschöne, alte Holzköpfe, die mich sehr an die Bauhauszeit erinnerten. Da dachte ich nur "das isses". Später bekam ich dann so einen Kopf und habe mir davon Gipsformen gefertigt. Eine bessere Grundform eines Kopfes konnte ich mir gar nicht denken, so habe ich versucht, durch unterschiedliche äußere Gestaltungen jeder ein individuelles Gesicht zu geben. Das ist ein unendlich interessantes Ereignis, weil durch verschiedene Techniken und die Bemalungen immer wieder ein neuer, andersartiger Ausdruck entsteht. Ich denke mir auch, dass so etwas legitim ist, denn ich kann den Kopf nicht besser machen, er ist durch die menschliche Kulturgeschichte geprägt. Ich kann nur versuchen, etwas Neues, Eignes dazu zu tun, das Alte mit dem Neuen zu verbinden. Später, bei einer MRT Untersuchung wurde mir noch bewusster, mit welcher Ernsthaftigkeit ich bei der Gestaltung eines Kopfes herangehen muss. Die große Ungewissheit, Angst und Sorge vor dem Ergebnis, ohne banale Eitelkeiten und sonstige Zutaten. Die Faszination über die Tatsache, dass durch die Technik das Hineinsehen in das Innere des Kopfes möglich ist, lässt dann keine Unüberlegtheiten zu. Die schwarzen Negativ-Bilder sind von einem unbegreiflichen organischen System geordnet, worüber man voller Begeisterung nur staunen kann. Die große Erlösung natürlich, wenn das Ergebnis dieser MRT-Untersuchung gut ausging, umso mehr Kraft und Auftrieb ergibt sich für die weitere Arbeit. Der Kopf des Menschen ist für mich faszinierend durch seine unterschiedlichen Formen, rund oval oder kantig, durch die unterschiedlichen Haltungen, gerade, seitlich, stolz, entrückt usw. und durch unterschiedliche Charaktere. Kein Kopf gleicht einem anderen. Ziel der Kunst ist es, das Typische zu erfassen, mit der Abstraktion das Äußerliche zu überwinden. Aus allen Beobachtungen heraus versuche ich schon seit Langem die unterschiedlichsten Eindrücke von Köpfen in Ton zu formen, zu modellieren. Ein älteres Beispiel von 1965, noch während des Studiums in Halle unter dem Einfluss von Karl Müller ist eine Profilansicht in flächiger Dreiecksform aufgebaut, Wulst auf Wulst, Mangan mit Schamott-Ton. Die Korrekturen von Karl Müller haben mich damals sehr geprägt. Er zeigte mir vor allem, wann und wie ich mit der Arbeit aufhören musste. Zum richtigen Zeitpunkt Schluss zu machen ist wichtiger als alles andere. Man kann eine Arbeit auch tot fummeln. Von flächigen Versuchen ging‘s dann weiter vom Profil zum „en face“ aus geschnittenen Platten, wie beispielsweise bei der Treppe, über „Leuchterköpfe“ bis zu vollplastischen Köpfen. Diese sind teilweise Ausformungen, aber auch auf der Scheibe gedrehte Teile. Das gefällt mir inzwischen am besten, weil vorhandene Zonen von Drehriefen anregend sind, wie beim Gefäß die Einteilung von Kopf, Hals, Körper und Fuß. Es ist schon eine Anlage gegeben, die ich nutzen kann. Bei mir im Kopf müssen Vorstellungen und Gefühle, eine Einheit sein, schon fix und fertig, nur so klappt es, dann bin ich zufrieden. Die Bemalung des noch wässrigen Tons mit Engoben läßt die Farben zerfließen, straffe Linien und Flächen setze ich gezielt dazu ins Verhältnis. Das empfand auch Gertraud Möhwald so. "Deine Stärke", so sagte sie, "ist die spontane, impulsive Gestaltung". Bei Gertraud Möhwald war es die disziplinierte, überlegte, langwierige Auseinandersetzung, die zu den überragenden Ergeb- nissen führte. Ich muß den Rausch des Tons spüren, immer wieder und ohne lange zu überlegen. Bis heute sind es immer wieder vergangene Kulturepochen, die ihn inspirieren und die von ihm in Beziehung zur Gegenwart gesetzt werden. Aus diesem Grunde wurde der ungewöhnliche Ausstellungsort gewählt, der diese Dimensionen des Wrobelschen Werkes ganz stark zur Wirkung kommen lässt. Egon Wrobels Keramiken bewahren auch, wo sie an Gewalt, Zerstörung und Vergänglichkeit erinnern, eine menschliche Würde, die sich in einer gewissen Feierlichkeit ausdrückt. In manchen Stücken, wie den ägyptischen und pompejanischen Arbeiten, steigert sich das zu einer Pracht, die sich aus dem unscheinbaren Material Ton erst durch den Brennvorgang entfaltet. So steigen die Werke selbst wie Phönix aus der Asche. Aber auch ihre Thematik umkreist immer wieder die Problematik von Zerstörung, Vernichtung und Wiederaufleben in der Erinnerung und der auf der Vergangenheit aufbauenden schöpferischen Tat.